Joachim Kawka erhält Bundesverdienstkreuz
Staatssekretär Birk: Jahrzehntelanges vorbildliches Engagement in der schulischen Erziehungs- und Bildungsarbeit - Großer Einsatz für das christlich-jüdische Verständnis
Joachim Kawka aus Laupheim ist vom Bundespräsidenten für sein langjähriges ehrenamtliches und berufliches Engagement in der schulischen Erziehungs- und Bildungsarbeit sowie für seinen Einsatz für das christlich-jüdische Verständnis mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Die Ehrung wurde von Staatssekretär Dr. Dietrich Birk am 25. Januar in Laupheim feierlich überreicht.
„Weit über seine berufliche Verpflichtung hinaus hat sich Joachim Kawka für die Belange der katholischen Religionslehre an den Schulen eingesetzt und zahlreiche Projekte für Lehrerfortbildungen und die Verbesserung der Unterrichtsmaterialien angestoßen. Dabei war es ihm ein besonderes Anliegen, die Religionslehrer für das jüdische Erbe des Christentums zu sensibilisieren“, so Staatssekretär Birk.
Joachim Kawka habe sich durch sein Wirken bleibende Verdienste um die christlich-jüdische Verständigung erworben. Birk: „Mit seiner fachkundigen und engagierten Mitarbeit an der Neukonzeption des Museums zur Geschichte der Christen und Juden in Laupheim hat Joachim Kawka zum Verständnis des jüdischen Erbes in Deutschland maßgeblich beigetragen. Er hat entscheidenden Anteil daran, dass das Museum zu einer einzigarten Lern- und Begegnungsstätte der christlich-jüdischen Geschichte geworden ist.“
Ausgestattet mit einer herausragenden kommunikativen Begabung habe Kawka unzählige Schülergruppen durch das Museum geführt und bei den Jugendlichen Interesse an der jüdischen Kultur in Deutschland und der gemeinsamen Geschichte geweckt. Birk: „Damit hat er die Grundlagen geschaffen für Versöhnung und konstruktive zukunftsorientierte Zusammenarbeit.“
Trotz erheblicher gesundheitlicher Einschränkungen habe er sich darüber hinaus mit großem persönlichen Einsatz in der Kommunalpolitik eingebracht und im Laupheimer Gemeinderat wichtige Entscheidungen mitgetragen. „Eine intakte Gesellschaft braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger, die den Zusammenhalt stärken und sich für andere einsetzen. Jeder, der sich zusätzlich zu seinen beruflichen und alltäglichen Aufgaben für das Gemeinwohl einbringt, leistet einen wertvollen Beitrag für unser gesellschaftliches Miteinander“, so der Staatssekretär.
Joachim Kawka, geboren 1941 in Allenstein/Ostpreußen, studierte an der Pädagogischen Hochschule Weingarten und arbeitete nach seinem Studium als Lehrer an der Realschule Laupheim. Nach Stationen in der Lehrerfortbildung im Kreis Biberach und der kirchlichen Schulaufsicht beim Bischöflichen Schulamt Rottenburg war Kawka bis zu seinem krankheitsbedingten Ruhestand im Jahr 2002 als Schuldekan tätig. Seit 1971 ist er Mitglied im katholischen Kirchengemeinderat. Kommunalpolitisch engagierte er sich von 1975 - 1990 im Gemeinderat der Stadt Laupheim. 2007 erhielt er die päpstliche Auszeichnung „pro ecclesia et pontifice“.
